Der Saganaki-Burger des heiligen St. Grilly

Wie funktionierte eigentlich sog. "Gastro-Kritik" vor wenigen Jahrzehnten? Hantierte der Fraß-Journalist mit der Spiegelreflexkamera über dem feinsinnig angerichteten Teller?
("Wilhelm, die Linse hängt in den Jus.")
Wohl kaum. Vielmehr hatte der Speisenrezensent die Aufgabe, das Menu visuell vor dem inneren Auge des hungrigen Lesers auferstehen zu lassen. Dergleichen ist mir nun nicht vergönnt, doch möchte ich hier in aller Kürze auf den bereits angekündigten Test des Saganaki-Burgers bei Grilly Idol hinweisen.
Unabgelenkt von Gesellschaft prüfte ich vor kurzem die Beschaffenheit & Tauglichkeit dieser Kreation; und ich ward nicht enttäuscht. Die Höhe des säuberlich angerichteten Burgers läßt zwar kurz die Augenbrauen emporschnellen, doch eine beherzte flache Hand macht das ganze Ensemble flugs mundraumkompatibel.
Ich mache es kurz: Mir bleibt nur zu hoffen, daß dieser Burger längerfristig auf der Karte bleibt; die Kombination von paniertem Schafskäse mit den üblichen Burgerbausteinen ist sehr erfreulich!
Beklagenswert ist allenfalls der jämmerliche Zustand meines Pullovers nach vollzogener Sättigung; darauf befanden sich nun ungelogen Spuren jeder einzelnen Komponente. Hochnotpeinlich! Zum Glück war ich hernach nicht verabredet; bin ich ja auch ohnehin fast nie.
Hartwig Wennefelder - 16. Feb, 16:33