Freitag, 2. Februar 2018

Vom Zauber des fröhlich vor sich Hinpfeifens

Eine mißverständliche Überschrift, so viel sei sogleich verraten! Man könnte glauben, ich täte das Geflöte auf offener Straße befürworten, gar genießen. Dem ist nicht so. Dennoch glaube ich, daß dem Pfeifen, und eben gerade dem öffentlichen Pfeifen, eine Zauber innewohnt, nämlich ein böser Zauber. Ein Zauber, der Fäulnis bringt und hundsgemeine Geister weckt, der Verderben bewirkt und das Gute würgt. Davon bin ich überzeugt. Man muß ein Penetranter sein, ein Boshold, ein gedankenloser Wicht, wenn man seine überbordende Laune zur Schau stellt mit ekelhafter Melodei, wenn man eine Kinderschar anführt mit einem lust'gen Liedchen auf den geschürzten Lippen, wenn man sein Tagwerk untermalt mit Trillern und Trällern!
Und - war da nicht ein übles Schimmern, ein todversprechendes Licht, als dieser Tütenkopf heute mittag laut pfeifend an mir vorüber schritt? Doch, es war da, so und nicht anders war es. Zum Glück lebe ich noch!

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Absturz in vergangene...
Ziemlich genau wie bei dem von meinem alten Freund...
Hartwig Wennefelder - 26. Apr, 11:36
Eine fürchterliche Idee
Man muß sich seine Freuden im zusehends fortgeschritten...
Hartwig Wennefelder - 19. Feb, 14:32
Guz ist tot
Den aus der Schweiz stammenden Musiker Guz alias Olifr...
Hartwig Wennefelder - 3. Feb, 13:34
Ich kenne den Film nicht...
Ich kenne den Film nicht und würde ihn wahrscheinlich...
steppenhund - 25. Aug, 12:17
Ich und der Cineasmus
Lange, lästig lange Jahre meines Lebens war ich pleite,...
Hartwig Wennefelder - 25. Aug, 10:39

Links

Suche

 

Status

Online seit 7047 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Apr, 11:36

Credits


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren