Mit Wolf Biermann nach Westen
Vor nicht allzu langer Zeit besuchte ich die Bundeshauptstadt, um in einem Bordell ungestört meinen exzentrischen Vorlieben nachgehen zu können. Als ich das Freudenhaus nach getaner Lustarbeit verließ, sah ich ihn bereits im Foyer stehen: Wolf Biermann, den unbequemen Rabatz-Barden aus meiner schönen Heimatstadt Hamburg. Den Mantelkragen hochgeschlagen, so stand er da und dicke Schweißtropfen zeigten sich auf der zerfurchten Stirn. Ich rief mir ein Taxi und ließ mich zum Ostbahnhof chauffieren. Den derben Dichter hatte ich alsbald wieder aus meinem Gedächtnis gestrichen, und da die Reichsbahn zur Feier des Tages gebratene Leberwurst mit Prinzeßkartoffeln anbot, begab ich mich umgehend in den Speisewagen, wo ich mich zum kühlen Blonden setzte und der kulinarischen Großtat harrte. Am Nebentisch ließen sich zu meiner großen Freude der Schauspieler Henry Hübchen und der Schriftsteller Walter "Echoboy" Kempowski nieder! Ich saß und lauschte ihren wohlgeformten, von Belesen- und Bescheidenheit veredelten Sätzen, und kurz bevor der Zug gen Hamburg startete, wuchtete ein schweinsgesichtiger Heckenpenner eine Drehorgel durch die Türen des Speisewaggons: es war, wer hätte eine Sekunde gezweifelt, der Sänger Wolf Biermann. Da er Kempowski seit Jahr und Tag freundschaftlich verbunden ist, ließ er sich ächzend in die Bank neben Hübchen fallen, worauf dieser sichtlich indigniert reagierte. Biermann schaltete sich sofort ins Gespräch ein, besser: er riß es an sich, bestimmte die Themen (Wolf Biermann), holte eine rostige Leier hervor, mit welcher er seinen Begleitern die neuesten Kompositionen des "besten Dichters seit Menschengedenken" (Wolf Biermann) vorkrächzte und war in Volle und Gänze schlicht unerträglich (Wolf Biermann). Ein Ausbund an Aufdringlichkeit und widerwärtiger Wichtigtuerei. Ungefähr auf halber Strecke quakte er dann in einer Lautstärke, daß noch das arme Bettelmütterlein auf dem Bahnofsdach von Ludwigslust es hätte hören können, daß er "dringlichst zum Scheißhaus" müsse. Das Wort 'Scheißhaus' dehnte Biermann über Gebühr und abartig lustvoll. Kurz nachdem also der Trümmertroubadour in Richtung Abtritt gepoltert war, sprach der bis dahin äußerst schweigsame Henry Hübchen: "Mal ehrlich, Walter - wenn man ein Haus besitzt, das nichts weiter ist als eine klapprige Bretterbude, und es regnet ständig rein und der Wind fegt durch alle Fugen, daß es nur so eine Qual ist: dann hat man doch strenggenommen schlicht und ergreifend ein Scheißhaus." - Kempowski nickte anerkennend.
Hartwig Wennefelder - 23. Jan, 23:00

Des heiligen Gustavs vorgezogener Nachruf auf Wolf Biermann.
Soldat, Soldat.
Wohlstandsbiermann du kannst uns mal.
Du hast mit deiner Kritikkanone auch immer nur da geschossen, wo keine wirkliche Gefahr bestand.
Du bist ein ganz abgefeimter anerkennungsgeiler Wohlstandsschwamm, der Trendsetter auf den ganz schnellen Abfahrtsbrettern.
Du hast deine Freiheit auch im Reich der Luege gefunden, hast dir profittraechtig medienmaechtig im Lande der Heuchler deine Schrammen geleckt und so getan als haette man dich toedlich verletzt, hast du nur gegen die geringeren Betrueger und Luegner gehetzt, hast dich wie alle Wessis auf den satanischen teuflischen Richtstuhl gesetzt und Wahrheit, Irrtum, Luege, Betrug zu deinem profitablen Vorteil listig verbucht und vernetzt, der Wahrheit, der Freiheit und dem Frieden deinen ganz hinterhaeltigen Arschtritt versetzt – bis zuletzt.
So fahre nun dahin, wo alle deinesgleichen sind du schnuddeliges welkes Sozialistenblatt im Zeitgeisttrend im nach Eigenlob stinkenden Totenhemd.
Was Wahrheit und wahre Gerechtigkeit anbetrifft, hast du gegenueber den wirklich maechtigen Betruegern und Luegnern zu deinem eigenen Erfolg deine Stimme immer ab - und dein Maul zugeklemmt bis in dein nach Anerkennungsgier stinkendes Totenhemd.
Ja, du warst und bist und bleibst der typische sozialistische Simultanheld, der hier im Westen den Helden gespielt hat, der er im Osten nicht war.
Du hattest immer ein dankbar dummes Publikum fuer deine Show.
Die pflaumigen Heldentaten von gestern sind keine Rechtfertigung und kein Ersatz fuer die Feigheit von heute und morgen.
Die Kuckuckshelden von vorgestern suchten immer nur die besseren Nester im Gestern, um dort den Schrei nach Wahrheit, Freiheit und Gerechtigkeit abzudecken, zu ersticken und um dort dann mit den Grossbetruegern am noch perfekteren Unrechtsstaat zu stricken.
Ja, so ist es mit den Kuckuckshelden, die paaren sich mit ihresgleichen.
Kuckuck will mit Kuckuck ficken vehement auch bis ins Totenhemd, das nach faulem Sozialismus, fauler Freundschaft stinkt.
Biermann schacht nun deine Grube und pflanze rundherum die Sozialistenblume.
Ich fuer meinen Teil ich bin so frei. Ich streb und kaempfe fuer eine bessere Ewigkeit.
Die da mit dem Wunsch nach einer besseren Zeit die sind naemlich wie jedes weichgekochte Fruehstuecksei ( 3 Minuten kochen, 3 Minuten Verzehrzeit.)
Ja, das mit der neuen besseren Zeit war und ist nur was fuer das Weichei. Illusionaere Taeumerei.
Weicheiphantasterei.
Ei um Ei um Ei.
Wohlstandsbierbauchbiermann schacht nun zu deinem letzten Ruhme deine eigene Grube und pflanze rundherum die Sozialistenblume.
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Das Volk brilliant in den Ruin fuehren
das nennen sie Politik, Kunst und Kultur.
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!!!. - WER DIE WAHRHEIT HASST, DER IST VERFLUCHT - .!!!
© Gustav Staedtler ./.April 2007./.veritasindeum
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